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Aircraft on Ground

AOG Kurier: das Teil kommt zum Flugzeug, nicht in die Warteschlange

Eine Maschine am Boden kostet pro Stunde ein Vielfaches dessen, was der Transport des fehlenden Teils jemals kosten wird. Bei AOG fragt niemand nach dem günstigsten Weg. Gefragt ist der früheste, mit einer Ankunftszeit, auf die sich die Instandhaltung verlassen kann.

Angebot in 15 Minuten · rund um die Uhr · beide Richtungen · Zoll persönlich angemeldet

Warum AOG eine eigene Disziplin ist

AOG heißt Aircraft on Ground und beschreibt eine Maschine, die wegen eines fehlenden oder defekten Teils nicht abheben darf. Teuer ist dabei nie das Teil. Teuer sind die ausgefallenen Rotationen, die umgebuchten Passagiere, die Crew, deren Dienstzeit abläuft, und eine Standzeit an einem Platz, an dem die Maschine nichts verdient.

Deshalb läuft eine AOG-Sendung anders als eine gewöhnliche Eilsendung. Sie wird nicht am Vormittag disponiert und am Nachmittag abgeholt. Sie wird in der Minute disponiert, in der die Meldung eingeht, und der Kurier ist in Bewegung, während die Papiere noch entstehen.

Wir arbeiten regelmäßig im Unterauftrag für Instandhaltungsbetriebe, Teilehändler, Leasinggeber und Speditionen. Die Sendung geht unter Ihrem Namen an Ihren Kunden, die Statusmeldungen laufen an Ihre Disposition, und abgerechnet wird mit Ihnen.

Deutschland ist für AOG günstig gelegen. Ab FRA und MUC sind viele Ziele ohne Umstieg erreichbar, und HAM, BRE, DRS, LEJ, HAJ, NUE, STR, CGN, DUS, BER und FDH liegen nah an den Instandhaltungs- und Teilelagerstandorten. Welcher dieser Flughäfen der richtige ist, entscheidet die Ankunft und nicht die Entfernung zum Lager.

Was nach der AOG-Meldung passiert

Die Reihenfolge steht fest, weil jede andere Reihenfolge Zeit kostet.

  1. 01

    Die Meldung

    Teilenummer, Standort der Maschine, Standort des Teils, spätester Ankunftszeitpunkt in Ortszeit. Mehr braucht der Desk nicht, um zu beginnen. Das Angebot steht innerhalb von 15 Minuten.

  2. 02

    Parallel statt nacheinander

    Während ein Disponent die Verbindungen prüft, fährt der Fahrer bereits zum Lager und ein Kurier wird alarmiert. Wer wartet, bis die Buchung bestätigt ist, hat eine Stunde verschenkt, die niemand zurückholt.

  3. 03

    Die Freigabepapiere

    Ausfuhranmeldung, Formblatt zur Lufttüchtigkeit, bei eingebauten Zellen die Gefahrgutfreigabe. Bei Luftfahrtteilen ist das Formblatt wichtiger als jedes Zollpapier, weil das Teil ohne dieses Papier am Ziel nicht verbaut werden darf.

  4. 04

    Der Sitzplatz

    Gekauft wird auf der Gesellschaft mit der frühesten Ankunft. Allianzen, Codeshares und Zubringer werden gleich behandelt, weil ein Rotable keine Vielfliegerkarte hat.

  5. 05

    Der Flug

    Das Teil bleibt in der Kabine, im Blick des Kuriers und außerhalb jeder Sortieranlage. Bei einem Umstieg bleibt es beim Kurier und nicht auf einem Umschlagband.

  6. 06

    Die Übergabe

    An die Instandhaltung, gegen Unterschrift, am Hangar oder am Zollausgang. Nicht an ein Lager, das am nächsten Morgen aufmacht.

AOG Kurier: das Teil kommt zum Flugzeug, nicht in die Warteschlange: wann muss es dort sein?Ein Tipp startet die Anfrage. Ein Disponent antwortet innerhalb von 15 Minuten, Tag und Nacht.
Festes Angebot in 15 Minuten

Sagen Sie uns, was fliegen muss. Wir antworten mit Flug und Preis.

Fünf kurze Fragen. Ein Disponent antwortet mit einer benannten Verbindung, der Zustellzeit und einem festen Preis, Tag und Nacht.

  • Ein benannter Kurier von der Abholung bis zur Unterschrift
  • Zoll persönlich angemeldet, Rückfragen sofort beantwortet
  • Lizenziertes Unternehmen, ordentliche Rechnung

Was Luftfahrtteile von anderer Eilfracht unterscheidet

01

Das Papier ist Teil des Teils

Ein Bauteil ohne gültiges Freigabezeugnis ist am Ziel wertlos, egal wie früh es ankommt. Der Kurier führt die Unterlagen getrennt von der Ware mit und legt sie bei der Übergabe zusammen mit dem Teil vor, damit die Rückverfolgbarkeit nicht an der Rampe endet.

02

Die Verpackung gehört zur Zulassung

Ein Kreiselgerät oder eine justierte Baugruppe reist in einer Verpackung, die Teil der Freigabe ist. Wer sie zur Sichtkontrolle öffnet, macht aus einem einbaufähigen Teil ein prüfpflichtiges. Geöffnet wird nur, wenn eine Behörde es verlangt, und dann protokolliert.

03

Eingebaute Zellen sind Gefahrgut

Notsender, Aufzeichnungsgeräte, Steuergeräte und Kabinengeräte enthalten regelmäßig Lithiumzellen. Mit der richtigen Deklaration und der Zustimmung der Gesellschaft ist das lösbar, aber nur vor der Buchung und nicht am Abfertigungsschalter.

04

Ausfuhrkontrolle greift auch bei Zivilteilen

Viele Luftfahrtteile stehen auf den Güterlisten für Dual Use oder unterliegen amerikanischen Wiederausfuhrregeln, auch wenn sie in Europa gefertigt wurden. Geprüft wird vor der Buchung, gemeinsam mit Ihrer Exportkontrolle, und nicht hinterher.

Woran AOG-Sendungen tatsächlich scheitern

Fast nie am Flugplan.

  • Die Teilenummer passt nicht zur RechnungEin Zahlendreher zwischen Lieferschein, Rechnung und Anmeldung hält die Sendung an der Einfuhr fest, so lange, bis jemand im Werk erreichbar ist und korrigiert.
  • Der Wert ist symbolisch angesetztEin Rotable im Tausch wird gern mit null bewertet. Dann schätzt der Zoll selbst. Ein realistischer Wert mit Hinweis auf den Tausch erspart den ganzen Vorgang.
  • Am Ziel ist niemand erreichbarDie Maschine steht am Wochenende, die Instandhaltung ist besetzt, das Empfangslager nicht. Der benannte Ansprechpartner mit Mobilnummer gehört deshalb in den Auftrag.
  • Das Formblatt fehlt oder ist abgelaufenOhne gültige Bescheinigung darf das Teil nicht verbaut werden. Der Flug war dann nicht zu langsam, er war überflüssig.
  • Die Batterie war nicht angemeldetAm Schalter ist es dafür zu spät. Die Gesellschaft muss zustimmen, und diese Zustimmung braucht Vorlauf, nicht Nachdruck.
  • Die Nachtflugbeschränkung wurde übersehenManche Flughäfen lassen nach einer bestimmten Stunde weder starten noch landen. Das steht im Angebot, damit die zugesagte Ankunftszeit hält.

Der Rückweg gehört in denselben Auftrag

Bei Rotables ist der Hinweg nur die Hälfte. Das ausgebaute Teil muss zurück in die Werkstatt, meist mit Tauschnachweis, und dieser Rückweg wird beim Hinweg selten mitgeplant. Dann liegt ein wertvolles Gerät wochenlang in einem Hangar in Übersee, während die Werkstatt ihren Bestand vermisst und der Leasinggeber nachfragt.

Wir nehmen den Rückweg in denselben Auftrag, wenn Sie ihn so beauftragen. Er ist meist einfacher zu planen, weil kein Termin drückt, und er ist zollrechtlich der heiklere Teil: ohne Nachweis der ursprünglichen Ausfuhr oder Einfuhr wird zweimal verzollt, und zwar auf ein Teil, das Ihnen ohnehin gehört.

Dasselbe gilt für Werkzeug und Prüfmittel, die ein Techniker mitnimmt. Berufsausrüstung reist am saubersten mit einem Carnet ATA, weil ein Dokument alle beteiligten Länder abdeckt und ein Jahr lang gilt. Die Stempel müssen an beiden Enden gesetzt werden, sonst ist das Carnet beim nächsten Grenzübertritt wertlos.

Welche Antwort zu welchem AOG-Fall passt

Was der Desk vorschlägt, hängt vom Teil ab und nicht vom Tarif.

FallDer WegWas Sie liefern müssen
Kleines Teil, Ziel mit LinienanbindungOnboard Kurier im HandgepäckTeilenummer, Formblatt, Rechnung, Ausfuhrangaben
Teil bis 32 Kilogramm, sperrig verpacktOnboard Kurier mit aufgegebenem StückMaße je Packstück, damit das Gepäckmaß hält
Schwerer, als ein Kurier tragen darfZwei Kuriere oder begleitete LuftfrachtBruttogewicht, Maße, Gefahrgutangaben
Triebwerk oder GroßbaugruppeCharter oder Frachtdienst mit BetreuungAbmessungen, Ladehilfsmittel, Bereitstellungszeit
Ziel ohne LinienverbindungFlug bis zum nächsten Verkehrsflughafen, dann DirektfahrtZufahrtsweg, Ansprechpartner, Öffnungszeit vor Ort

Fragen aus Instandhaltung und Teilehandel

01Arbeiten Sie im Unterauftrag für Instandhaltungsbetriebe?

Das ist der Normalfall. Wir treten gegenüber Ihrem Kunden nicht auf, liefern unter Ihrem Namen, melden Status an Ihre Disposition und stellen an Sie. Auf Wunsch trägt der Zustellnachweis Ihre Referenznummer und Ihr Format.

02Können Sie das ausgebaute Teil zurückholen?

Ja, im selben Auftrag. Für den Rückweg brauchen wir den Nachweis der ursprünglichen Ausfuhr oder Einfuhr, sonst fallen am Zielort Abgaben auf ein Teil an, das Ihnen gehört. Der Kurier lässt sich den Tausch am Hangar bestätigen und bringt den Beleg mit.

03Was, wenn das Teil noch geprüft wird?

Dann wartet der Kurier am Lager. Eine Wartestunde ist billiger als eine verfallene Buchung und deutlich billiger als eine zweite Anreise. Sobald die Freigabe vorliegt, geht die Sendung auf die Verbindung, die zu diesem Zeitpunkt am frühesten ankommt.

04Fliegen Sie auch an Wochenenden und Feiertagen?

Der Desk arbeitet durchgehend und antwortet innerhalb von 15 Minuten. Was den Betrieb begrenzt, sind Nachtflugbeschränkungen einzelner Flughäfen und die Öffnungszeiten der Abfertigung am Ziel. Beides steht im Angebot, damit Sie mit der Ankunftszeit planen können.

05Kennen die Kuriere Luftfahrtteile?

Die Kuriere sind geprüft, geschult und versichert und werden nach Sendungsart eingeteilt. Für AOG heißt das: Umgang mit Freigabepapieren, keine Öffnung der Verpackung, Übergabe nur an die benannte Stelle. Wer diese Regeln nicht sicher beherrscht, bekommt diese Aufträge nicht.

06Können Sie am Hangar oder am Vorfeld übergeben?

Wo der Betreiber es zulässt und die Zufahrt vorher angemeldet ist, ja. Sonst übergibt der Kurier am Zollausgang oder am Werkstor an die benannte Person. Der Zugang wird bei der Anfrage geklärt und nicht bei der Ankunft.

Melden Sie den Standort, wir nennen die Ankunft

Geben Sie uns Teilenummer, Standort der Maschine, Standort des Teils und den spätesten Ankunftszeitpunkt. Innerhalb von 15 Minuten steht ein festes Angebot mit benannter Verbindung, Tag und Nacht. Läuft eine Verbindung so knapp, dass sie kippen kann, sagen wir das dazu, bevor Sie zusagen.

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