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Luftfahrt und Instandhaltung

AOG Kurier: das Teil zum stehenden Flugzeug bringen

Ein Luftfahrzeug mit AOG-Status verdient nichts und blockiert einen Umlauf. Die Frage im Raum ist nie der Frachtpreis, sondern die Uhrzeit, zu der das Teil an der Wartungsstation liegt. Genau dafür setzen Sie einen Onboard Kurier ein.

Angebot in 15 Minuten · rund um die Uhr · beide Richtungen · Zoll persönlich angemeldet

Was AOG genau bezeichnet

AOG ist die Abkürzung für Aircraft on Ground. Der Begriff beschreibt keinen Schaden und keine Reparaturart, sondern einen Zustand: Das Luftfahrzeug ist nicht zum Flug freigegeben und bleibt am Boden, bis eine bestimmte Arbeit erledigt ist. Ob dahinter ein defekter Sensor, ein gerissener Schlauch oder ein Fund bei der Sichtprüfung steckt, ändert an der Einstufung nichts.

Der Ausdruck kommt aus der Instandhaltung und wird von Fluggesellschaften, MRO-Betrieben, Leasinggebern und Teilehändlern gleich verstanden. Er ist zugleich eine Prioritätsstufe im Bestellwesen. Wer eine Anfrage mit AOG kennzeichnet, sagt damit, dass die übliche Bearbeitungsreihenfolge nicht gilt und dass Angebot, Freigabe und Versand am selben Tag zusammenlaufen müssen.

Daneben stehen abgestufte Kennzeichnungen wie Critical oder Routine. Diese Staffel steuert, welcher Bestand angefasst wird, ob ein Teil aus einem fremden Lagerpool gezogen wird und welcher Transportweg zulässig ist. Der Transport ist der letzte Baustein in dieser Kette, aber der einzige, den Sie nach der internen Freigabe noch nennenswert beschleunigen können.

Begriffe, die im AOG-Verkehr fallen

Wer mit einem Teilelager oder einem MRO-Betrieb spricht, hört diese Wörter in jedem zweiten Satz.

  • RotableEin Bauteil, das nach dem Ausbau überholt und erneut eingebaut wird. Es hat eine Seriennummer, eine eigene Lebenslaufakte und wandert zwischen Flugzeug, Werkstatt und Lagerpool hin und her.
  • ExpendableEin Teil, das nach dem Einbau nicht zurückkommt, etwa Dichtungen oder Verbindungselemente. Der Warenwert ist gering, der Stillstand wegen eines fehlenden Expendables ist es nicht.
  • FreigabebescheinigungDas Papier, das dem Teil den einbaufähigen Zustand bestätigt. Ohne dieses Dokument ist das Teil in der Werkstatt wertlos, auch wenn es physisch längst auf dem Tisch liegt.
  • Loan und ExchangeZwei Beschaffungsformen aus dem Teilepool. Beide erzeugen eine Rücksendung des ausgebauten Teils mit eigener Frist, eigenem Papier und eigenem Zollvorgang.
  • Line MaintenanceDie Instandhaltung am Vorfeld zwischen zwei Flügen. Hier zählt jede Stunde, weil die Standzeit unmittelbar in den Umlaufplan des nächsten Tages hineinläuft.
  • GroundingDie formale Sperre des Luftfahrzeugs. Sie wird erst aufgehoben, wenn Einbau, Prüfung und Dokumentation abgeschlossen sind, nicht schon bei Ankunft des Teils an der Pforte.
AOG: und was muss bei Ihnen fliegen?Ein Tipp startet die Anfrage. Ein Disponent antwortet innerhalb von 15 Minuten, Tag und Nacht.
Festes Angebot in 15 Minuten

Sagen Sie uns, was fliegen muss. Wir antworten mit Flug und Preis.

Fünf kurze Fragen. Ein Disponent antwortet mit einer benannten Verbindung, der Zustellzeit und einem festen Preis, Tag und Nacht.

  • Ein benannter Kurier von der Abholung bis zur Unterschrift
  • Zoll persönlich angemeldet, Rückfragen sofort beantwortet
  • Lizenziertes Unternehmen, ordentliche Rechnung

Warum der Transport bei AOG anders geplant wird

Klassische Luftfracht ist ein Netz mit festen Annahmeschlüssen. Die Sendung wird angenommen, konsolidiert, auf eine Palette gebaut, verladen, am Ziel wieder zerlegt und danach durch die Zollabfertigung geschleust. Jeder dieser Schritte ist für sich sinnvoll und in Summe langsam. Zwischen Annahme und Auslieferung liegen mehrere Übergaben, und an jeder Übergabe kann eine Sendung liegen bleiben.

Ein Onboard Kurier nimmt das Teil als Reisegepäck mit. Es gibt keine Konsolidierung, keinen Umschlag und keine Zwischenlagerung. Wir planen bis 32 kg je Kurier, verteilt auf Handgepäck und ein aufgegebenes Stück, je nach Gesellschaft. Wir sind kein Luftfahrtunternehmen: Der Kurier reist auf einem gewöhnlichen Sitzplatz eines Linienfluges, den der Desk kauft und bezahlt.

Nicht jedes Luftfahrtteil darf so reisen. Chemische Sauerstoffgeneratoren, Baugruppen mit pyrotechnischen Sätzen, bestimmte Lithiumbatterien und Bauteile mit Restmengen an Betriebsstoffen sind im Reisegepäck ausgeschlossen oder stark eingeschränkt. Diese Prüfung gehört vor die Buchung. Am Schalter ist es zu spät, und ein zurückgewiesenes Teil kostet Sie den ganzen Tag.

Wie wir einen AOG-Fall abarbeiten

01

Antwort in 15 Minuten

Ihre Anfrage bekommt Tag und Nacht innerhalb von 15 Minuten eine Antwort mit Kurierverfügbarkeit, Abflughafen und Ankunftszeitpunkt. Sie erhalten keine Eingangsbestätigung, sondern die Angaben, die Ihr Wartungsleiter für seine Entscheidung braucht.

02

Abflughafen nach Ihrer Lage

Wir planen ab dem Flughafen, der zu Ihrem Lager passt: FRA, MUC, DUS, BER, CGN, STR, HAM, LEJ, HAJ, NUE, BRE, DRS oder FDH. Die Zubringerfahrt zum Terminal organisieren wir mit.

03

Der Desk kauft das Ticket

Das Flugticket wird vom Desk gekauft und bezahlt. Der Kurier streckt nichts vor und wartet auf keine Auslagenerstattung. Damit fällt eine der häufigsten Verzögerungen in der Nacht weg.

04

Papiere vor dem Abflug

Ausfuhranmeldung, Freigabebescheinigung, Rechnung und Packliste werden geprüft, bevor der Kurier zum Schalter geht. Ein fehlender Ausgangsvermerk kostet Ihre Buchhaltung später mehr Zeit als der gesamte Flug.

05

Übergabe an eine benannte Person

Wir nehmen Namen, Telefonnummer und Tor der Empfangsstelle vorher auf. Die Übergabe wird mit Uhrzeit und Unterschrift dokumentiert, auch nachts an der Werkspforte oder am Vorfeldzugang.

06

Rückweg des Altteils

Loan- und Exchange-Fälle enden mit einer Rücklieferung. Wir planen den Weg des ausgebauten Teils gleich mit, damit die Frist aus dem Poolvertrag nicht am Transport scheitert.

Fragen aus AOG-Desks

01Was kostet ein Onboard Kurier für einen AOG-Fall?

Der Preis besteht aus Flugticket, Zubringerfahrten und dem Kurierhonorar. Das Honorar liegt zwischen AED 900 und AED 2.600 je Einsatz und ist nach Flugzeit gestaffelt. Die Ticketkosten hängen von Strecke, Klasse und Buchungszeitpunkt ab, deshalb nennen wir sie erst zusammen mit der konkreten Verbindung.

02Wie schwer darf das Teil sein?

Je Kurier planen wir bis 32 kg, aufgeteilt in Handgepäck und ein aufgegebenes Stück, abhängig von der Fluggesellschaft. Neben dem Gewicht entscheiden Volumen und Kantenlänge der Kiste. Bei größeren Teilen setzen wir zwei Kuriere ein oder empfehlen Ihnen Luftfracht express.

03Kann jedes Luftfahrtteil in die Kabine?

Nein. Teile mit pyrotechnischen Sätzen, chemische Sauerstoffgeneratoren, bestimmte Lithiumbatterien und Baugruppen mit Restmengen an Hydraulikflüssigkeit sind als Reisegepäck ausgeschlossen oder nur mit Auflagen zulässig. Wir klären das anhand von Teilenummer und Sicherheitsdatenblatt vor der Buchung.

04Brauchen wir für ein Rotable eine Ausfuhranmeldung?

Sobald das Teil das Zollgebiet der Union verlässt, ja. Bei Werkzeug und Prüfmitteln, die unverändert zurückkommen, kann ein Carnet ATA der bessere Weg sein. Für das Altteil aus einem Exchange planen wir den Rückweg als eigenen Zollvorgang, nicht als Anhängsel der Hinreise.

05Was passiert, wenn der Flug ausfällt?

Der Kurier bleibt Ihr Ansprechpartner und wird umgebucht, solange eine Verbindung existiert. Weil das Teil bei ihm bleibt und nicht in einem Lager liegt, entfällt die Suche nach der Sendung. Die neue Ankunftszeit melden wir, sobald die Umbuchung bestätigt ist, und nicht erst am nächsten Morgen.

AOG offen? Nennen Sie uns Teil, Ort und Wunschzeit

Schicken Sie uns Teilenummer, Gewicht, Abholadresse, Zielstation und den Zeitpunkt, zu dem das Teil eingebaut sein soll. Sie bekommen innerhalb von 15 Minuten eine Antwort mit Kurier, Abflughafen und Ankunftszeitpunkt, Tag und Nacht. Wenn ein anderer Weg schneller ist, sagen wir Ihnen das ebenfalls.

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