Ein On Board Courier ist eine geprüfte, geschulte und versicherte Person mit einem gekauften Sitzplatz auf einem planmäßigen Linienflug. Ihre Sendung reist als deren Reisegepäck, bis 32 Kilogramm je Kurier, Handgepäck plus aufgegebenes Stück je nach Gesellschaft und Tarif. Zwischen Abholung und Übergabe verlässt die Ware diese Hand nicht.
Der Unterschied zu einem Expressdienst liegt nicht in der Geschwindigkeit allein, sondern in der Zahl der Übergaben. Ein Netzdienst schiebt Ihre Sendung durch Abholung, Depot, Sortierung, Hauptlauf, zweite Sortierung und Zustellung. Jeder dieser Punkte ist eine Stelle, an der eine Sendung liegen bleibt, und jede Nachfrage dazu läuft über ein System statt über einen Menschen. Beim Onboard Kurier gibt es keinen dieser Punkte.
Der Desk sucht die Verbindung, die am frühesten ankommt, und nicht die, die am frühesten abfliegt. Gebucht wird, sobald die Ware nachweislich in der Hand ist. Das Ticket kauft und bezahlt der Desk. Der Kurier streckt nichts vor, und Sie bekommen keine Auslagen nachgereicht, die im Angebot nicht standen.
Am Ziel meldet der Kurier die Sendung persönlich beim Zoll an. Das ist der Punkt, an dem sich das Verfahren bezahlt macht: eine Rückfrage der Abfertigung wird zu einem Satz und nicht zu einem Anruf am nächsten Werktag. Übergeben wird gegen Unterschrift, mit Namen in Druckbuchstaben, Zeitstempel und auf Wunsch Foto.