Anlieferung im Zeitfenster
Frachtannahmen haben Schnittzeiten, und eine Sendung, die zehn Minuten zu spät kommt, geht auf den nächsten Abgang. Der Kurier bringt die Ware in das Fenster, das gebucht wurde, und lässt die Annahme quittieren.
Ein Kurier trägt bis 32 Kilogramm. Darüber wird aus der Frage nach dem schnellsten Kurier eine Frage nach dem richtigen Verfahren, und wir beantworten sie ehrlich, statt eine Sendung in eine Kabine zu reden, in die sie nicht passt.
Angebot in 15 Minuten · rund um die Uhr · beide Richtungen · Zoll persönlich angemeldet
Wenn eine Sendung die Handgepäckgrenze überschreitet, gibt es drei Wege, und sie unterscheiden sich um Größenordnungen im Preis. Der erste: zwei Kuriere teilen sich die Ware. Das ist der günstigste Weg oberhalb der Grenze und funktioniert, solange die Sendung sich teilen lässt und beide Teile getrennt reisen dürfen.
Der zweite Weg ist begleitete Luftfracht. Die Ware reist im Frachtraum, ein Kurier reist als Passagier auf derselben Maschine und übernimmt Anlieferung, Abfertigung, Zoll und Zustellung an beiden Enden. Bei Sendungen ab etwa hundert Kilogramm ist das meist die richtige Wahl, weil die Ware fliegt und trotzdem jemand für sie zuständig ist.
Der dritte Weg ist der Charterflug, und er ist um ein Vielfaches teurer als beides zusammen. Er lohnt sich, wenn keine Linienverbindung passt, wenn das Ziel planmäßig nicht bedient wird, wenn die Ware ein ganzes Flugzeug braucht oder wenn ein Stillstand pro Tag mehr kostet als der Flug. Wir sagen Ihnen auch, wenn er sich nicht lohnt.
In allen drei Fällen gilt dieselbe Antwortzeit: 15 Minuten für ein Angebot, Tag und Nacht. Was länger dauert, ist nicht die Auskunft, sondern die Bereitstellung der Ware und die Abfertigung am Terminal, und genau darauf legen wir den Plan aus.
Die Grenze verläuft nicht beim Gewicht allein, sondern bei Maß, Teilbarkeit und Ziel.
| Sendung | Weg | Was den Ausschlag gibt |
|---|---|---|
| Bis 32 Kilogramm, kabinentauglich | Onboard Kurier | Ein Kurier, ein Sitzplatz, keine Abfertigung |
| Teilbar, doppelt so schwer | Zwei Kuriere | Die Ware muss getrennt reisen dürfen |
| Nicht teilbar, ab etwa hundert Kilogramm | Begleitete Luftfracht | Die Ware fliegt, der Kurier führt sie durch |
| Sperrig, palettiert, mehrere Stücke | Luftfracht mit Betreuung | Volumengewicht und Ladeluke entscheiden |
| Kein Linienziel oder ganze Maschine nötig | Charterflug | Verfügbarkeit von Flugzeug, Crew und Slot |
Fünf kurze Fragen. Ein Disponent antwortet mit einer benannten Verbindung, der Zustellzeit und einem festen Preis, Tag und Nacht.
Ohne diese sechs Angaben ist jede Zahl geraten.
Ein Frachtbrief bewegt keine Ware, er beschreibt sie nur.
Frachtannahmen haben Schnittzeiten, und eine Sendung, die zehn Minuten zu spät kommt, geht auf den nächsten Abgang. Der Kurier bringt die Ware in das Fenster, das gebucht wurde, und lässt die Annahme quittieren.
Verpackung, Kennzeichnung, Palettierung und Ladungssicherung werden vor der Annahme geprüft. Eine zurückgewiesene Palette am Terminal kostet den ganzen Tag und die gebuchte Verbindung gleich mit.
Frachtbrief, Rechnung, Packliste, Ausfuhranmeldung und Gefahrguterklärung gehören zusammen und reisen zusammen. Der Kurier hält den Satz vollständig und legt ihn dort vor, wo er gebraucht wird.
Am Ziel wird persönlich angemeldet. Eine Rückfrage zur Warenbeschreibung oder zum Wert wird beantwortet, während der Beamte sie stellt, und nicht im Schriftverkehr des Folgetags.
Zwischen Landung und Freistellung liegen Schritte, die niemand beschleunigt, solange niemand danach fragt. Der Kurier fragt, und er ist vor Ort, sobald die Ware freigegeben wird.
Vom Frachtterminal zum Empfänger, in denselben Auftrag geplant, mit Fahrzeug und Ladehilfe, die zur Sendung passen. Der Nachweis entsteht an der Rampe des Empfängers und nicht am Terminaltor.
Ein Charterflug ist kein schnellerer Linienflug, sondern ein eigenes Vorhaben. Es braucht ein verfügbares Flugzeug, eine Crew mit Dienstzeit, Start- und Landerechte, Abfertigung an beiden Enden und, bei ungewöhnlichen Zielen, Überfluggenehmigungen. Diese Kette ist der Grund, warum ein Charter selten in Stunden startet und fast immer teurer ausfällt, als der erste Blick vermuten lässt.
Er rechnet sich, wenn die Ware kein Linienflugzeug findet: zu groß, zu schwer, zu heikel, oder das Ziel wird planmäßig nicht bedient. Er rechnet sich außerdem, wenn ein Stillstand pro Tag mehr kostet als der Flug, was in der Prozessindustrie, bei Kraftwerken und bei Offshore-Anlagen vorkommt und in den meisten anderen Fällen eben nicht.
Er rechnet sich nicht, wenn eine Linienverbindung dieselbe Ankunft schafft. Deshalb prüfen wir zuerst die Linie, dann die begleitete Fracht und erst dann den Charter. Wenn wir Ihnen einen Charter vorschlagen, steht im Angebot, warum die beiden anderen Wege ausscheiden.
Maße, Gewicht, Ware, Termin. Innerhalb von 15 Minuten steht der Preis mit benannter Verbindung, mit der Schnittzeit für die Anlieferung und mit einer Ankunftszeit in Ortszeit.
Die Ware wird abgeholt oder direkt zum Terminal gefahren. Wo die Verpackung nicht luftfrachttauglich ist, wird sie vorher hergerichtet und nicht am Annahmeschalter diskutiert.
Der Kurier liefert an, übergibt die Papiere und lässt die Annahme quittieren. Erst damit ist die Buchung tatsächlich eine Buchung.
Der Kurier reist als Passagier mit. Bei einem Umstieg ist er vor Ort und sieht, ob die Sendung tatsächlich umgeladen wurde.
Persönliche Anmeldung, Vorlage der Papiere, Abholung aus dem Frachtterminal, sobald die Ware freigegeben ist.
Fahrzeug und Ladehilfe stehen bereit, die Übergabe wird an der Rampe quittiert, und der Nachweis geht mit Uhrzeit an Sie.
01Ab welchem Gewicht lohnt sich begleitete Fracht?
Sobald die Sendung sich nicht mehr sinnvoll auf zwei Kuriere aufteilen lässt. Ab etwa hundert Kilogramm ist das meist der Fall, bei sperriger Ware schon früher, weil dann das Maß und nicht das Gewicht die Grenze setzt.
02Fliegt der Kurier wirklich auf derselben Maschine?
Ja, das ist der Sinn der Begleitung. Er reist als Passagier, sieht die Verladung, ist beim Umstieg vor Ort und steht bei der Ankunft bereit, statt am nächsten Morgen anzureisen und die Ware im Terminal zu suchen.
03Können Sie Gefahrgut befördern?
In der Fracht ja, im Rahmen der Vorschriften, mit Klassifizierung, Verpackung, Kennzeichnung und Erklärung. Im Handgepäck eines Kuriers nur in den engen Ausnahmen, die die Vorschrift zulässt, etwa Trockeneis in zulässiger Menge nach Zustimmung der Gesellschaft.
04Wie schnell steht ein Charter?
Das hängt von Flugzeug, Crew, Slots und Genehmigungen ab und nicht von unserem Willen. Wir nennen im Angebot einen belastbaren frühesten Start und sagen dazu, welche dieser vier Größen gerade die knappste ist.
05Übernehmen Sie auch nur die Zollabwicklung?
Ja, wenn Sie den Transport selbst gebucht haben und nur die Anmeldung und die Betreuung am Terminal brauchen. Das ist der häufigere Fall bei Speditionen, die eine Sendung in einem Land abfertigen lassen müssen, in dem sie selbst nicht sitzen.
06Was passiert, wenn die Ware am Terminal zurückgewiesen wird?
Der Kurier ist dabei, klärt den Grund und behebt ihn, wo er behebbar ist: Kennzeichnung, Papiere, Umpackung, Palettierung. Ist er nicht behebbar, hören Sie es sofort, mit einem Vorschlag für den nächsten Abgang und der neuen Ankunftszeit.
Mit den Maßen je Packstück, dem Bruttogewicht, der Warenbeschreibung und den beiden Zeiten für Bereitstellung und Zielfrist steht Ihr Angebot innerhalb von 15 Minuten. Wir sagen dazu, ob zwei Kuriere, begleitete Fracht oder ein Charter der richtige Weg ist.