Bei klassischer Luftfracht kümmert sich der Handling-Agent um die Gestellung, weil er den Prozess hundertfach am Tag fährt. Bei einem Onboard Kurier trägt der Kurier die Ware selbst. Wenn niemand ihm sagt, dass er vor dem Check-in bei der Zollstelle vorbeimuss, fliegt die Ware aus, ohne dass ein Ausgang bestätigt wird. Der Vorgang bleibt offen.
Das fällt in der Regel nicht sofort auf. Die Lieferung ist angekommen, die Reklamation ausgeblieben, der Fall gilt als erledigt. Erst bei der Prüfung offener Ausfuhrvorgänge oder bei einer Betriebsprüfung kommt die Lücke hoch. Dann liegt der Transport Monate zurück, und die Beschaffung eines Ersatznachweises ist mühsam, weil Zeugen, Unterlagen und Ansprechpartner gewechselt haben.
Deshalb behandeln wir den Zolltermin als eigenen Punkt im Ablauf und nicht als Randnotiz. Vor der Abfahrt steht fest, welche Ausgangszollstelle zuständig ist, wo sie am Flughafen liegt, wie sie besetzt ist und wie viel Zeit der Kurier dafür einplant. Erst danach wird die Abfahrtszeit bestimmt.
Nach dem Abflug melden wir Ihnen Flugnummer und Startzeit. Damit hat Ihr Anmelder eine Handhabe, den Eingang des Ausgangsvermerks zu prüfen. Bleibt er aus, ist das kein stiller Restposten, sondern eine Aufgabe mit Datum. Wir liefern dazu die Belege aus dem Einsatz: Übergabeprotokoll, Uhrzeiten und die Bestätigung des Zollkontakts.