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Dubai, Abu Dhabi, Schardscha

Einfuhr in die Emirate: was der Onboard Kurier bei Dubai Customs anmeldet

Die Emirate sind für begleitete Sendungen ein eingespieltes Ziel. Der rote Kanal ist dort kein Verdachtsmoment, sondern der vorgesehene Weg für Handelsware am Mann, und der Unterschied zwischen Freizone und Festland entscheidet über den Rest des Tages.

Angebot in 15 Minuten · rund um die Uhr · beide Richtungen · Zoll persönlich angemeldet

Der Ablauf am Flughafen

Der Kurier landet, geht durch die Einreise und meldet die Ware am roten Kanal an. Vorgelegt werden Rechnung oder Proformarechnung, die Warenbeschreibung, die Angaben zum Empfänger und, wo einschlägig, die Zulassung für regulierte Ware. Erhoben werden Zoll und Mehrwertsteuer nach dem geltenden Recht.

Für gewerbliche Einfuhren braucht der Empfänger eine Registrierung bei der Zollbehörde und eine gültige Gewerbelizenz. Ohne diese Registrierung gibt es keine Einfuhranmeldung auf seinen Namen, und die Sendung wartet, bis jemand sie hat. Das ist der Punkt, den wir vor dem Abflug mit dem Empfänger klären und nicht nach der Landung.

Sendungen, die weiterreisen und die Emirate nicht verlassen sollen, laufen als Transit. Die Ware wird dann nicht eingeführt, sie bleibt beim Kurier und geht mit der Anschlussverbindung weiter. Das ist der Normalfall bei Sendungen, die über Dubai nach Süd- oder Ostasien und weiter nach Afrika laufen.

Bei Wertsachen und Edelmetall gilt eine Anmeldepflicht, die dort ernst genommen wird. Eine richtige Deklaration ist nicht nur zollrechtlich geboten, sie ist auch die Voraussetzung dafür, dass eine Versicherung im Schadensfall zahlt. Wer als Wertkurier reist, deklariert vollständig oder er reist nicht.

Freizone und Festland: die Begriffe, die den Unterschied machen

Sechs Begriffe, ohne die ein Gespräch über eine Sendung in die Emirate nicht funktioniert.

  • FreizoneEin abgegrenztes Gebiet, in das Ware ohne Einfuhr in das Festland gelangen kann. Solange sie dort bleibt, ist sie zollrechtlich nicht eingeführt, und das hat für Lagerung und Weiterversand Vorteile.
  • FestlandDas Gebiet außerhalb der Freizonen. Wer aus einer Freizone dorthin liefert, führt ein, mit Anmeldung und Abgaben. Ein Weg über die Straße von wenigen Kilometern ist zollrechtlich eine vollständige Einfuhr.
  • EinfuhrregistrierungDer Empfänger braucht als Gewerbetreibender eine Registrierung bei der Zollbehörde. Sie hängt an seiner Lizenz, und ohne sie kann die Anmeldung nicht auf ihn laufen.
  • WiederausfuhrWare, die nur zur Vorführung oder Prüfung kommt, wird als solche angemeldet und später wieder ausgeführt. Wer das erst bei der Ausreise erwähnt, führt eine Diskussion, die vermeidbar war.
  • TransitDie Ware bleibt beim Kurier und geht weiter. Sie wird nicht eingeführt, es fallen keine Einfuhrabgaben an, und dafür ist die Anschlussverbindung Teil der Anmeldung.
  • Regulierte WareArzneimittel, Kosmetik, Lebensmittel, Kommunikationstechnik und Medien unterliegen eigenen Zulassungen durch die zuständigen Stellen. Das wird vor dem Abflug geprüft und nicht am Schalter entdeckt.
Einfuhr in die Emirate: was der Onboard Kurier bei Dubai Customs anmeldet: welche Ware, welches Land?Ein Tipp startet die Anfrage. Ein Disponent antwortet innerhalb von 15 Minuten, Tag und Nacht.
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  • Ein benannter Kurier von der Abholung bis zur Unterschrift
  • Zoll persönlich angemeldet, Rückfragen sofort beantwortet
  • Lizenziertes Unternehmen, ordentliche Rechnung

Von der Landung bis zur Übergabe

Was zwischen dem Aufsetzen und der Unterschrift des Empfängers tatsächlich passiert.

  1. 01

    Einreise

    Der Kurier reist als Reisender ein, mit seinem eigenen Gepäck und der Sendung. Die Ware bleibt bei ihm, sie geht nicht in eine Abfertigung und liegt in keinem Lager.

  2. 02

    Roter Kanal

    Er meldet an, legt die Papiere vor und zeigt die Ware. Eine Rückfrage wird beantwortet, während sie gestellt wird, weil die Person, die die Sendung übernommen hat, danebensteht.

  3. 03

    Abgaben

    Zoll und Mehrwertsteuer werden nach dem geltenden Recht festgesetzt. Wer sie trägt, ist vorher geregelt und steht in den Papieren, sonst wird das am Schalter zu einer Frage ohne Antwort.

  4. 04

    Fahrt zum Empfänger

    Vom Flughafen zum Zielort mit dem vereinbarten Weg. Bei Sendungen in eine Freizone ist der Zielort maßgeblich, nicht der nächstgelegene Ausgang.

  5. 05

    Übergabe

    Übergabe an die benannte Person gegen Unterschrift, mit Name, Uhrzeit und Ort. Bei Wertsachen und bei vertraulichen Unterlagen ist die benannte Person die Regel und der Empfang die Ausnahme.

Muster, Vorführgeräte und die Arbeitswoche

Vorführgeräte und Muster, die wieder mitgenommen werden, sind bei der Einfuhr als solche anzumelden. Wird das versäumt, ist die Wiederausfuhr eine Frage von Nachweisen statt eine Formsache, und der Kurier steht bei der Ausreise mit einem Gerät da, das offiziell im Land geblieben ist.

Bei Werten und Seriennummern gilt dasselbe wie überall: was in den Papieren steht, kann geprüft werden, was nicht darin steht, muss erklärt werden. Für Elektronik, Messtechnik und Medizinprodukte kommen die Anforderungen der zuständigen Behörden hinzu, und die stehen neben dem Zollrecht und nicht darin.

Der Arbeitsrhythmus vor Ort ist ein eigener Punkt in der Planung. Die Woche liegt anders als in Deutschland, das Freitagsgebet unterbricht den Betrieb, und Empfängerbüros haben andere Zeiten als Werke und Kliniken. Eine Ankunft, die auf dem Papier früh ist, kann eine Übergabe am nächsten Morgen bedeuten, wenn niemand da ist.

Wir fragen deshalb bei jeder Anfrage nach den Öffnungszeiten am Zielort und nach einer Person mit Telefonnummer. Wie ein Fall zollrechtlich zu behandeln ist, entscheidet im Zweifel die Zollverwaltung vor Ort. Wir beschreiben Verfahren und erteilen keine Rechtsberatung.

Was am Ziel anders ist als in Deutschland

Vier Unterschiede, die in der Planung den Ausschlag geben.

01

Der Empfänger muss registriert sein

Eine gewerbliche Einfuhr setzt einen registrierten Empfänger mit gültiger Lizenz voraus. Eine Ansichtssendung an eine Privatperson ist ein anderer Fall mit anderen Regeln. Beides klären wir vor dem Abflug, nicht bei der Einreise.

02

Freizone ist nicht Inland

Eine Lieferung in eine Freizone und eine Lieferung an eine Adresse im Festland sind zwei verschiedene Vorgänge, auch wenn zwischen beiden Adressen zwanzig Minuten Fahrt liegen. Der Zielort gehört deshalb vollständig in die Anfrage.

03

Regulierte Ware braucht eine Zulassung

Arzneimittel, Kosmetik, Lebensmittel und Kommunikationstechnik unterliegen eigenen Genehmigungen. Diese Zulassung besorgt der Empfänger, und sie muss vorliegen, bevor der Kurier startet, nicht bevor er landet.

04

Die Woche und der Freitag

Öffnungszeiten und Wochenende folgen einem anderen Rhythmus als in Deutschland. Für eine Übergabe zählt nicht die Landung, sondern der Moment, in dem beim Empfänger jemand mit Unterschriftsberechtigung im Haus ist.

Was für eine Sendung in die Emirate gebraucht wird

Die Liste, die nach Ihrer Anfrage zurückkommt, in kurzer Form.

AngabeWer sie liefertWofür
Rechnung oder ProformarechnungAbsenderBewertung und Anmeldung am roten Kanal
Warenbeschreibung und WarennummerAbsenderEinstufung und Abgaben
Empfänger mit Lizenz und RegistrierungEmpfängerAnmeldung auf seinen Namen
Zielort mit Angabe Freizone oder FestlandEmpfängerWahl des richtigen Verfahrens
Zulassung für regulierte WareEmpfängerFreigabe durch die zuständige Stelle
Ansprechpartner mit TelefonnummerEmpfängerÜbergabe an eine benannte Person

Fragen zu Sendungen in die Emirate

01Geht der Kurier wirklich durch den roten Kanal?

Ja, und das ist der vorgesehene Weg für Handelsware im Reisegepäck. Der grüne Ausgang gilt für persönliche Gegenstände. Mit vollständigen Papieren ist der rote Kanal in der Praxis der schnellere Weg, weil dort gefragt und beantwortet wird, statt eine Sendung für eine Rückfrage anzuhalten.

02Was ist mit einer Sendung in eine Freizone?

Ware in eine Freizone wird nicht in das Festland eingeführt, und das ist häufig der Zweck der Übung. Entscheidend ist, dass der Zielort schon in der Anfrage steht. Wird eine Freizonensendung wie eine Festlandsendung angemeldet, entstehen Abgaben, die sich hinterher nur mit Aufwand korrigieren lassen.

03Können Sie Muster für eine Messe bringen und wieder mitnehmen?

Ja, und dafür gibt es je nach Fall die Wiederausfuhr oder ein Carnet ATA. Wichtig ist, dass die Rückkehr schon bei der Einfuhr angemeldet wird und dass Seriennummern in den Papieren stehen. Nachträglich ist dieser Weg mühsam und kostet mehr Zeit als die Messe hergibt.

04Wer trägt Zoll und Mehrwertsteuer?

Ohne abweichende Vereinbarung der Empfänger. Wollen Sie als Absender die Abgaben tragen, wird das vorher vereinbart und in den Papieren ausgewiesen. Diese Frage vor dem Abflug zu klären dauert wenige Minuten, am Schalter im Ankunftsbereich dauert sie sehr viel länger.

05Wie sicher ist eine Übergabe von Wertsachen?

Die Ware bleibt vom Absender bis zum Empfänger bei einer Person, und die Übergabe erfolgt gegen Unterschrift an die benannte Person. Der Kurier ist geprüft, geschult und versichert. Für Edelmetall und Schmuck gilt zusätzlich die Anmeldepflicht bei der Einreise, und die wird vollständig erfüllt.

06Wie schnell bekommen wir eine Auskunft?

In fünfzehn Minuten, Tag und Nacht. Sie bekommen Preis und Verbindung ab dem passenden deutschen Flughafen sowie die Liste dessen, was der Empfänger in den Emiraten beisteuern muss. Das Ticket kauft und bezahlt der Desk, der Kurier streckt nichts vor.

Wo diese Frage besonders zählt

Die Emirate und ihre Nachbarn im Golf, weil die Verfahren dort ähnlich sind und die Fristen an denselben Wochenenden hängen.

  • Dubai (DXB), Vereinigte Arabische EmirateDie Einfuhr in die Emirate läuft über den roten Kanal, der Kurier meldet die Ware persönlich an. Für Muster, Werkzeuge und Vorführgeräte kommen je nach Fall Zollaussetzung oder Wiederausfuhr in Betracht. Die Einfuhrumsatzsteuer trägt, wenn nichts anderes schriftlich vereinbart ist, der Empfänger.
  • Abu Dhabi (AUH), Vereinigte Arabische EmirateGleiche Bundeszollverwaltung wie Dubai, aber eigene Abfertigung am Flughafen. Wer die Sendung in Abu Dhabi einführt und in Dubai zustellt, bewegt sie danach im Inland.
  • Schardscha (SHJ), Vereinigte Arabische EmirateEigene Abfertigung, dieselben Bundesregeln. Für Wertsachen wird üblicherweise Dubai oder Abu Dhabi vorgezogen, weil dort mehr Erfahrung mit deklarierten Werten vorhanden ist.
  • Doha (DOH), KatarKatar verlangt für gewerbliche Sendungen eine ordentliche Handelsrechnung, für Muster eine Proformarechnung mit realistischer Wertangabe. Bei reinem Transit bleibt die Ware in der Hand des Kuriers und wird nicht eingeführt.
  • Riad (RUH), Saudi-ArabienFür Saudi-Arabien sind Legalisation und die formale Richtigkeit der Papiere wichtiger als der Warenwert. Was in Deutschland beglaubigt werden muss, wird vor dem Abflug beglaubigt und nicht danach.
  • Dschidda (JED), Saudi-ArabienWie im ganzen Königreich gilt: die Papiere entscheiden. Konformitätsnachweise für bestimmte Warengruppen werden vor der Abfertigung geprüft.

Nennen Sie den Zielort, nicht nur die Stadt

Für eine Sendung in die Emirate brauchen wir Ware, Wert, Maße, Gewicht, den Empfänger mit Ansprechpartner und die Angabe, ob der Zielort in einer Freizone oder im Festland liegt. In fünfzehn Minuten haben Sie Preis, Verbindung und die Liste der Papiere. Die Unterlagen entstehen vor der Abholung in Deutschland, der Kurier meldet am roten Kanal persönlich an und übergibt gegen Unterschrift, mit Name und Uhrzeit im Protokoll.

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