Was die Blockzeit misst
Die Blockzeit beginnt, wenn das Flugzeug an der Parkposition die Bremsklötze löst und sich in Bewegung setzt, und sie endet, wenn es an der Zielposition wieder steht. Sie umfasst damit das Rollen zur Startbahn, den Flug selbst und das Rollen zur Position am Zielflughafen. Der Name kommt von den Blöcken, die vor den Rädern liegen.
Von der reinen Flugzeit unterscheidet sie sich um die Bodenzeiten an beiden Enden. Diese Differenz ist an großen Drehkreuzen mit langen Rollwegen und Wartepositionen erheblich und an kleinen Flughäfen gering. Fluggesellschaften planen mit der Blockzeit, weil sie den tatsächlichen Einsatz von Flugzeug und Besatzung abbildet und nicht nur die Zeit in der Luft.
In den veröffentlichten Flugplänen steht deshalb keine Landezeit, sondern eine planmäßige Ankunftszeit an der Position. Auch Pünktlichkeitsstatistiken beziehen sich üblicherweise auf diesen Zeitpunkt. Wer eine Sendung plant, arbeitet also bereits mit einer Zahl, die mehr enthält als den Flug, und trotzdem noch nicht das, was er eigentlich braucht.
Die Zeitbegriffe im Umfeld
- Off BlockDer Moment, in dem das Flugzeug die Parkposition verlässt. Er ist der Bezugspunkt für die Abflugpünktlichkeit und liegt vor dem eigentlichen Start auf der Bahn.
- On BlockDer Moment, in dem das Flugzeug an der Zielposition zum Stehen kommt. Er ist der Bezugspunkt der planmäßigen Ankunft und liegt nach der Landung, nicht in derselben Minute.
- FlugzeitDie Zeit zwischen Abheben und Aufsetzen. Sie ist kürzer als die Blockzeit und in Flugplänen nicht ausgewiesen, weil sie für die Planung von Umläufen wenig taugt.
- TurnaroundDie Standzeit zwischen Ankunft und nächstem Abflug desselben Flugzeugs. Sie erklärt, warum eine Verspätung am Vormittag am Abend an einem ganz anderen Ort auftaucht.
- SlotDas zugewiesene Zeitfenster für Start oder Landung an koordinierten Flughäfen. Es begrenzt, wie stark sich Verspätungen im Tagesverlauf noch aufholen lassen.
- Minimum Connecting TimeDie vom Flughafen festgelegte Mindestzeit zwischen zwei Flügen für einen Umsteigevorgang. Sie ist ein Planwert und keine Garantie, gerade bei einem Terminalwechsel mit erneuter Kontrolle.
Sagen Sie uns, was fliegen muss. Wir antworten mit Flug und Preis.
Fünf kurze Fragen. Ein Disponent antwortet mit einer benannten Verbindung, der Zustellzeit und einem festen Preis, Tag und Nacht.
- Ein benannter Kurier von der Abholung bis zur Unterschrift
- Zoll persönlich angemeldet, Rückfragen sofort beantwortet
- Lizenziertes Unternehmen, ordentliche Rechnung
Was zwischen Ankunft und Übergabe wirklich passiert
Nach dem Stillstand an der Position beginnt eine Reihe von Schritten, die im Flugplan nicht vorkommt. Aussteigen, der Weg durch das Terminal, die Grenzkontrolle, gegebenenfalls die Gepäckausgabe, die Zollabfertigung und danach die Fahrt zum Empfänger. Jeder dieser Schritte hat eine eigene Dauer, die von Flughafen, Tageszeit und Verkehrsaufkommen abhängt.
Ein Onboard Kurier verkürzt einige dieser Schritte, weil er kein Frachtstück abholen muss, das erst entladen und in eine Halle gebracht wird. Führt er die Ware im Handgepäck, entfällt die Wartezeit am Band vollständig. Bei einem aufgegebenen Stück entfällt sie nicht, und deshalb entscheiden wir Gewicht und Verpackung mit Blick auf diesen Punkt und nicht nur nach der Gebührenordnung.
Die Zollseite ist der Schritt mit der größten Spannweite. Ist der einführende Zollagent vorab informiert und die Anmeldung vorbereitet, geht es zügig. Ist niemand benannt, wartet der Kurier, unabhängig davon, wie pünktlich der Flug war. Aus diesem Grund fragen wir die Empfangsseite ab, bevor eine Verbindung überhaupt vorgeschlagen wird.
Am Ende steht die Fahrt zum Werk oder zur Station. Wir nennen Ihnen deshalb eine geplante Ankunft am Tor und nicht die planmäßige Ankunft des Fluges. Diese Zahl ist die einzige, mit der Ihre Disposition arbeiten kann, und sie ist auch die Zahl, an der wir uns messen lassen.
Wie wir eine Ankunftszeit rückwärts planen
Der Zeitpunkt, zu dem die Ware gebraucht wird, steht am Anfang der Planung und nicht am Ende.
- 01
Bedarfszeitpunkt festlegen
Wir fragen zuerst, wann die Ware am Einsatzort sein muss und wer sie dort übernimmt. Alles Weitere wird von diesem Zeitpunkt aus rückwärts gerechnet, einschließlich der Frage, ob ein Flug überhaupt der richtige Weg ist.
- 02
Letzte Strecke ansetzen
Vom Zielflughafen zum Empfänger wird eine Fahrzeit angesetzt, die zur Tageszeit passt. Dazu kommt der Zugang zum Werksgelände, der nachts an einem anderen Tor liegen kann als tagsüber.
- 03
Zoll und Ankunftswege einrechnen
Grenzkontrolle, gegebenenfalls Gepäckausgabe und die Einfuhrabfertigung bekommen einen eigenen Zeitblock. Ist ein Zollagent benannt und vorab informiert, wird dieser Block kleiner, aber er wird nie zu null.
- 04
Verbindung auswählen
Erst jetzt wird die Verbindung gesucht, die zu diesem Ankunftsfenster passt. Dabei zählt nicht die kürzeste Blockzeit, sondern die Verbindung mit dem tragfähigsten Ablauf am Boden auf beiden Seiten.
- 05
Abfahrt und Zollstelle festlegen
Vom Abflug aus wird rückwärts gerechnet: Check-in, Ausgangszollstelle, Fahrt zum Flughafen, Abholung beim Versender. Der Zolltermin bekommt dabei ein eigenes Fenster und wird nicht zwischen zwei anderen Schritten eingeklemmt.
- 06
Puffer benennen, nicht verstecken
Wir sagen Ihnen, wo der Puffer liegt und was passiert, wenn er aufgebraucht wird. Eine Ankunftszeit ohne diese Angabe ist eine Zahl, die im Störungsfall niemandem hilft.
Häufige Fragen zur Blockzeit
01Warum nennen Sie nicht einfach die Landezeit?
Weil die Landezeit für Ihre Disposition ohne Wert ist. Zwischen Aufsetzen und Übergabe liegen Rollzeit, Ausstieg, Grenzkontrolle, gegebenenfalls Zoll und die Fahrt zum Empfänger. Wir nennen die geplante Ankunft am Tor, weil das der Zeitpunkt ist, ab dem Ihre Schicht mit dem Teil arbeiten kann.
02Ist ein Direktflug immer schneller?
Meistens, aber nicht immer. Eine Verbindung mit Umstieg kann früher ankommen oder eine bessere Zollseite haben. Entscheidend ist die Zeit von Tür zu Tür einschließlich der Wege am Boden. Wir vergleichen die Varianten und nennen Ihnen die, die am Tor früher ankommt.
03Was passiert bei einer Verspätung?
Der Kurier bleibt Ihr Ansprechpartner und wird umgebucht, solange eine Verbindung existiert. Weil die Ware bei ihm bleibt, entfällt die Suche nach einer Sendung in einem fremden Lager. Sie erhalten eine neue geplante Ankunft am Tor, sobald die Umbuchung bestätigt ist.
04Beeinflusst die Blockzeit das Kurierhonorar?
Ja. Das Honorar liegt zwischen AED 900 und AED 2.600 je Einsatz und ist nach Flugzeit gestaffelt. Längere Strecken bedeuten längere Einsatzdauer und ein höheres Honorar. Die Ticketkosten kommen getrennt hinzu und hängen von Strecke, Klasse und Buchungszeitpunkt ab.
05Lohnt sich bei kurzer Blockzeit überhaupt ein Flug?
Auf kurzen Strecken innerhalb Europas gewinnt oft die Direktfahrt, weil Anfahrt, Kontrolle und Ankunftswege am Flughafen entfallen. Wir rechnen beide Varianten und nennen die schnellere, auch wenn das gegen den Flug spricht. Eine Verbindung, die später ankommt, hilft im nächsten Fall niemandem.
Begriffe, die dazugehören
Weiter im Glossar
Sagen Sie uns die Uhrzeit, nicht den Flug
Nennen Sie uns den Zeitpunkt, zu dem die Ware am Einsatzort gebraucht wird, dazu Abholort, Gewicht und Empfänger. Wir planen rückwärts und antworten innerhalb von 15 Minuten mit einer Ankunftszeit am Tor, Tag und Nacht.