Gewicht und Maße
Nicht das Gewicht allein entscheidet, sondern die Kantenlänge. Eine leichte, aber sperrige Kiste passt weder in die Kabine noch in jedes Gepäckfach. Wir fragen Maße und Verpackung deshalb bei der ersten Anfrage ab.
Ein Charter ist das stärkste Mittel in der Eilfracht und selten das schnellste. Zwischen Auftrag und Abflug liegen Genehmigungen, Slots, Besatzung und Abfertigung. Ein Linienflug ist in dieser Zeit oft schon in der Luft.
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Bei einem Charter wird ein Flugzeug für einen bestimmten Transport angemietet. Es fliegt die Strecke, die der Auftrag verlangt, zu dem Zeitpunkt, der vereinbart wurde, mit der Ladung des Auftraggebers. Es gibt keinen Flugplan, an den man sich halten muss, und keine anderen Kunden auf demselben Flug. Diese Freiheit ist der Grund, warum ein Charter gerufen wird.
Unterschieden wird zwischen Vollcharter, bei dem das ganze Flugzeug beauftragt wird, und Teilcharter, bei dem ein fester Anteil der Kapazität gebucht ist. Auf der Fahrzeugseite reicht die Spanne von kleinen Turboprops für einzelne Kisten bis zu großen Frachtflugzeugen für Anlagenteile, die anders nicht transportiert werden können.
Der Aufwand entsteht nicht beim Flug, sondern davor. Es braucht ein verfügbares Flugzeug in der Nähe, eine Besatzung, deren Dienstzeit noch trägt, Überflug- und Landegenehmigungen, Zeitfenster an beiden Flughäfen und eine Abfertigung, die Ladung annehmen und verladen kann. Fehlt eines dieser Elemente, verschiebt sich der Abflug, gleich wie hoch das Budget ist.
OnBoard Courier betreibt keine Flugzeuge und chartert keine. Wir sind ein Vermittlungs- und Dispositionsbetrieb in den Vereinigten Arabischen Emiraten und kaufen gewöhnliche Sitzplätze auf Linienflügen. Wir erklären den Charter hier, weil die Frage in fast jedem größeren Eilfall auf dem Tisch liegt und weil die Antwort selten so eindeutig ist, wie sie zunächst klingt.
Ein ehrlicher Vergleich beginnt bei Gewicht und Entfernung, nicht beim Preis.
| Merkmal | Onboard Kurier | Charter |
|---|---|---|
| Typische Sendung | Bis 32 kg je Kurier, ein Handgepäckstück und ein aufgegebenes Stück | Von einzelnen Kisten bis zu Anlagenteilen, die keine Kabine aufnimmt |
| Vorlauf bis Abflug | So kurz, wie Kurier, Zubringer und die nächste Linienverbindung es zulassen | Länger, weil Flugzeug, Besatzung, Genehmigungen und Slots zusammenkommen müssen |
| Streckenwahl | Begrenzt auf das Netz der Linienflüge ab den deutschen Abflughäfen | Frei, auch zu Flugplätzen ohne planmäßige Verbindung |
| Obhut der Ware | Durchgehend beim Kurier, ohne Umschlag und ohne Zwischenlagerung | In der Hand von Abfertigung und Besatzung, mit dokumentierten Übergaben |
| Gefahrgut | Stark eingeschränkt, weil Reisegepäckregeln gelten | Möglich im Rahmen der Zulassung, mit entsprechender Vorbereitung und Dokumentation |
| Kostenstruktur | Ticket, Zubringer und ein Kurierhonorar von AED 900 bis AED 2.600 je Einsatz | Preis für das gesamte Flugzeug, unabhängig davon, wie viel geladen wird |
Fünf kurze Fragen. Ein Disponent antwortet mit einer benannten Verbindung, der Zustellzeit und einem festen Preis, Tag und Nacht.
Ein Charter gewinnt, wenn die Ware nicht in ein Passagierflugzeug passt. Das gilt für Gewicht und Abmessungen ebenso wie für Gefahrgut, das im Reisegepäck ausgeschlossen ist. Ein kompletter Getriebesatz, ein Turbinenmodul oder eine Anlage mit Sonderrahmen ist kein Fall für einen Kurier, sondern für einen Frachtflug.
Ein Charter gewinnt außerdem, wenn es zwischen Quelle und Ziel keine tragfähige Linienverbindung gibt. Abgelegene Werke, Standorte ohne internationalen Flughafen in der Nähe und Ziele, die nur wenige Male pro Woche angeflogen werden, sprechen dafür. Auch mehrere Sendungen aus verschiedenen Quellen, die gemeinsam ankommen müssen, sind ein typischer Charterfall.
Ein Onboard Kurier gewinnt, wenn die Sendung klein ist und eine Linienverbindung existiert. Dann steht in wenigen Stunden ein Kurier am Schalter, während für den Charter noch die Genehmigungen laufen. Für Sendungen bis 32 kg je Kurier ist dieser Vorsprung im Regelfall nicht aufzuholen, und der Kostenunterschied ist erheblich.
Bei uns wird das nicht schöngeredet. Ist Ihr Fall ein Charterfall, sagen wir Ihnen das in derselben Viertelstunde, in der wir sonst eine Verbindung nennen würden. Ein Auftrag, der auf halber Strecke am Gewicht scheitert, kostet Sie mehr als eine klare Auskunft am Anfang.
Nicht das Gewicht allein entscheidet, sondern die Kantenlänge. Eine leichte, aber sperrige Kiste passt weder in die Kabine noch in jedes Gepäckfach. Wir fragen Maße und Verpackung deshalb bei der ersten Anfrage ab.
Batterien, Druckbehälter, Farben, Klebstoffe und Bauteile mit Restmengen an Betriebsstoffen unterliegen eigenen Regeln. Was im Reisegepäck ausgeschlossen ist, kann als Fracht zulässig sein, und umgekehrt gilt das nicht.
Bevor über einen Charter gesprochen wird, prüfen wir das Linienangebot ab FRA, MUC, DUS, BER, CGN, STR, HAM, LEJ, HAJ, NUE, BRE, DRS und FDH. Häufig löst eine Verbindung von einem Nachbarflughafen den Fall.
Ein Charter braucht am Ziel eine Abfertigung, die zu dieser Uhrzeit arbeitet, und eine Zollstelle, die abfertigt. Beides ist an kleinen Plätzen nachts oft nicht gegeben und muss vorher bestätigt sein.
Auch der schnellste Flug endet an einem Tor. Wir klären Empfänger, Ansprechpartner, Öffnungszeiten und Zollagent, bevor eine Verbindung gebucht wird, weil daraus die einzige Ankunftszeit entsteht, die zählt.
Ein Charter ist eine Budgetentscheidung. Wir liefern die Angaben, die Ihre Werkleitung dafür braucht, in der ersten Antwort: was ein Kurier leisten kann, wo seine Grenze liegt und ab welchem Punkt ein anderer Weg nötig wird.
01Vermitteln Sie auch Charterflüge?
Nein. Wir sind ein Vermittlungs- und Dispositionsbetrieb für Onboard Kuriere und kaufen gewöhnliche Sitzplätze auf Linienflügen. Wir betreiben keine Flugzeuge, sind kein Luftfahrtunternehmen und gehören keiner Allianz an. Ist Ihr Fall ein Charterfall, sagen wir Ihnen das, damit Sie keine Zeit auf dem falschen Weg verlieren.
02Ist ein Charter nicht immer schneller?
Er ist schneller in der Luft und langsamer davor. Flugzeug, Besatzung, Genehmigungen, Slots und Abfertigung müssen zusammenkommen. Wenn eine Linienverbindung in wenigen Stunden geht und die Sendung in die Kabine passt, ist der Kurier am Ziel, bevor der Charter startbereit ist.
03Ab welchem Gewicht wird ein Kurier unmöglich?
Je Kurier planen wir bis 32 kg, verteilt auf Handgepäck und ein aufgegebenes Stück, je nach Gesellschaft. Darüber setzen wir zwei Kuriere ein, solange die Sendung sinnvoll teilbar ist. Bei einer unteilbaren Kiste oberhalb dieser Grenze ist Luftfracht oder Charter der richtige Weg.
04Können mehrere Kuriere eine große Sendung aufteilen?
Ja, wenn die Sendung teilbar ist und die Teile am Ziel wieder zusammengeführt werden können. Jeder Kurier führt seinen Teil mit eigenen Papieren und eigenem Protokoll. Das Honorar fällt je Kurier an, in der Spanne von AED 900 bis AED 2.600 je Einsatz.
05Was kostet ein Charter?
Das nennen wir nicht, weil wir keine Charter anbieten und weil der Preis von Flugzeugtyp, Verfügbarkeit, Strecke und Zeitpunkt abhängt. Was wir Ihnen nennen können, ist die Kurierlösung mit ihren Grenzen. Damit haben Sie die eine Seite des Vergleichs belastbar in der Hand.
Nennen Sie uns Gewicht, Maße, Abholort, Ziel und Wunschzeit. Wir sagen Ihnen innerhalb von 15 Minuten, ob ein Onboard Kurier den Fall löst, ob zwei Kuriere nötig sind oder ob Sie einen anderen Weg brauchen. Tag und Nacht.