In Frachtsystemen wird nach Gewicht, Volumen und Gefahrgutklasse sortiert. Ein Behälter mit einer Quarzplatte fällt in keine auffällige Kategorie. Er wiegt wenig, er ist nicht als Gefahrgut eingestuft, und er sieht aus wie ein stabiler Koffer. Genau deshalb wird er behandelt wie jede andere Sendung dieser Größe, also gerollt, gestapelt und gescannt.
Der zweite Irrtum betrifft die Verpackung. Der Behälter ist hervorragend, aber er ist für eine kontrollierte Umgebung gebaut und nicht für eine Sortieranlage. Wer sich darauf verlässt, dass die Kiste alles aushält, verlagert das Risiko auf ein Bauteil, das nie als Transportsicherung gedacht war.
Der dritte Irrtum ist die Annahme, ein Ersatz sei schnell verfügbar. Bei Standardteilen stimmt das oft. Bei einer Maske nicht, denn sie gehört zu einem bestimmten Produkt, einer bestimmten Lage und einer bestimmten Freigabe. Der Ersatz ist nicht bestellbar, er ist herstellbar, und das dauert.
Daraus folgt eine einfache Regel für die Disposition: Eine Sendung, deren Ausfall die Fertigung für Wochen bremst, gehört nicht in ein System, das sie statistisch behandelt. Sie gehört zu einer Person, die dafür geprüft, geschult und versichert ist und die bei jeder Übergabe unterschreibt.