Entfernung
Innerhalb Deutschlands und in die Nachbarländer ist die Fahrt in aller Regel schneller, weil kein Terminalweg anfällt. Über größere Entfernungen kippt das Verhältnis, sobald eine passende Linienverbindung existiert.
Auf mittleren Entfernungen schlägt ein Fahrzeug jeden Flug, weil Wege im Terminal, Kontrollen und Gepäckausgabe entfallen. Die Grenze liegt dort, wo Lenkzeiten und Entfernung zusammen mehr kosten, als der Umweg über den Flughafen.
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Bei einer Direktfahrt wird ein Fahrzeug für genau eine Sendung eingesetzt. Es fährt von der Abholstelle zur Empfangsstelle, ohne Zwischenstopps für andere Ladung, ohne Depot und ohne Umschlag. Die Sendung wird einmal geladen und einmal entladen. In Angeboten steht dafür auch Sonderfahrt, gemeint ist dasselbe Verfahren.
Der Zeitvorteil entsteht nicht durch höheres Tempo, sondern durch das Weglassen von Schritten. Im Sammelgutverkehr wird eine Sendung mehrfach angefasst, sortiert und zwischengelagert, und jede dieser Stationen hat Annahmeschlüsse. Bei einer Direktfahrt gibt es nur eine Abfahrtszeit und eine Ankunftszeit, und beide hängen an der Verfügbarkeit des Fahrzeugs.
Auf längeren Strecken arbeitet man mit zwei Fahrern, weil sich die Lenk- und Ruhezeiten sonst als Standzeit niederschlagen. Das ist der Punkt, an dem sich die Rechnung dreht: Ab einer bestimmten Entfernung kostet die zweite Besatzung mehr, als der Flug an Ticket und Kurierhonorar kostet, und die Fahrt dauert trotzdem länger.
Die Entscheidung fällt an vier Punkten, und keiner davon ist der Preis allein.
Innerhalb Deutschlands und in die Nachbarländer ist die Fahrt in aller Regel schneller, weil kein Terminalweg anfällt. Über größere Entfernungen kippt das Verhältnis, sobald eine passende Linienverbindung existiert.
Ein Fahrzeug kann sofort losfahren, ein Flug erst zur nächsten Verbindung. Wer am späten Abend abholt und am frühen Morgen liefern muss, ist mit einer Direktfahrt oft an der Rampe, bevor der erste Flug abhebt.
Die Fahrt kennt keine 32-Kilogramm-Grenze und keine Kantenlängen der Kabine. Sobald die Sendung diese Grenzen überschreitet und in Europa bleibt, ist das Fahrzeug der einfachere Weg, auch bei mehreren Packstücken.
Innerhalb der Union entfallen Zollformalitäten. Geht es in ein Drittland, kommen Grenzabfertigung und Wartezeit hinzu, und dann verschiebt sich der Vorteil je nach Grenzübergang und Tageszeit deutlich.
Bei beiden Wegen bleibt die Sendung in einer Hand: beim Fahrer oder beim Kurier. Wer eine dokumentierte Obhutskette braucht, bekommt sie mit beiden Verfahren, solange die Übergaben protokolliert werden.
Häufig ist die beste Lösung beides: Direktfahrt vom Werk zum Abflughafen, dann der Kurier. Wir planen diese Kette als einen Vorgang, damit zwischen Ankunft am Terminal und Check-in keine Lücke entsteht.
Fünf kurze Fragen. Ein Disponent antwortet mit einer benannten Verbindung, der Zustellzeit und einem festen Preis, Tag und Nacht.
In den meisten interkontinentalen Eilfällen ist die Fahrt nicht die Alternative zum Flug, sondern sein erster Abschnitt. Die Ware liegt in einem Werk, das nicht am Flughafen steht. Zwischen der Rampe und dem Terminal liegt eine Strecke, die zuverlässig gefahren werden muss, sonst nützt die beste Verbindung nichts.
Wir planen diese beiden Abschnitte zusammen und nicht nacheinander. Das heißt: Die Abfahrtszeit am Werk wird aus dem Zolltermin und dem Check-in rückwärts gerechnet, nicht aus einer Faustregel. Der Kurier wartet nicht am Terminal auf ein Fahrzeug, das im Stau steht, sondern die Übergabe hat einen festen Ort und ein festes Fenster.
Als Abflughäfen kommen FRA, MUC, DUS, BER, CGN, STR, HAM, LEJ, HAJ, NUE, BRE, DRS und FDH in Frage. Welcher davon gewählt wird, hängt nicht nur von der Verbindung ab, sondern auch von der Fahrzeit ab Ihrem Lager und von der Besetzung der zuständigen Ausgangszollstelle. Ein näher gelegener Flughafen mit schlechterer Verbindung kann am Ende früher ans Ziel führen.
Bei der Übergabe zwischen Fahrer und Kurier wird protokolliert wie bei jeder anderen Übernahme: Packstücke, Zustand, Siegelnummern, Zeit und Namen. Damit bleibt die Kette geschlossen, obwohl das Verkehrsmittel und das anwendbare Regelwerk wechseln. Der Frachtbrief für die Straße und unser Übergabeprotokoll ergänzen sich dabei.
Mit diesen Angaben ist eine Antwort in 15 Minuten möglich, ohne Rückfragen.
| Angabe | Warum sie gebraucht wird | Was passiert, wenn sie fehlt |
|---|---|---|
| Abholadresse mit Ansprechpartner | Bestimmt Fahrzeugverfügbarkeit und die realistische Abfahrtszeit | Die Abholzeit bleibt eine Schätzung und verschiebt die gesamte Kette |
| Gewicht, Maße, Packstücke | Entscheidet über Fahrzeugtyp und darüber, ob ein Kurier den Fall lösen kann | Am Fahrzeug oder am Check-in stellt sich heraus, dass die Sendung nicht passt |
| Zieladresse und Empfangszeit | Bestimmt Route, Fahrerbesetzung und die Frage nach dem zweiten Fahrer | Die Ankunft trifft auf ein geschlossenes Tor und die gewonnene Zeit ist weg |
| Warenwert | Entscheidet über den nötigen Versicherungsschutz jenseits der gesetzlichen Haftung | Im Schadensfall greift nur die begrenzte Haftung nach Gewicht |
| Zielland innerhalb oder außerhalb der Union | Bestimmt, ob Zollformalitäten und Grenzabfertigung eingeplant werden müssen | Die Fahrt steht an der Grenze, weil niemand die Papiere vorbereitet hat |
| Gefahrgutangaben | Bestimmt Fahrzeug, Ausrüstung und die Frage, ob ein Flug überhaupt zulässig ist | Die Ware wird am Fahrzeug oder am Schalter zurückgewiesen |
01Ab welcher Entfernung lohnt der Flug?
Eine feste Kilometergrenze gibt es nicht, weil Abholzeit, Verbindung und Empfangszeit mitspielen. Innerhalb Deutschlands und in die Nachbarländer gewinnt fast immer die Fahrt. Wir rechnen beide Varianten von Tür zu Tür durch und nennen Ihnen die, die früher an der Rampe ist, auch wenn das gegen den Flug spricht.
02Fahren Sie auch nachts und am Wochenende?
Ja. Eilverkehre richten sich nicht nach Bürozeiten, und unsere Antwortzeit von 15 Minuten gilt Tag und Nacht. Bei nächtlichen Anlieferungen klären wir vorher, welches Tor besetzt ist und wer die Ware übernimmt, weil sonst am Ziel eine Wartezeit entsteht, die den Vorteil aufzehrt.
03Was passiert bei einem Fahrzeugausfall?
Es wird ein Ersatzfahrzeug disponiert und die Übergabe der Ware dokumentiert. Sie werden sofort informiert, nicht erst nach der geplanten Ankunftszeit. Ist die Zeit nicht mehr zu halten, nennen wir Ihnen dieselbe Sendung als Kurierlösung ab dem nächstgelegenen Flughafen mit einer neuen Ankunftszeit.
04Können Sie mehrere Abholstellen anfahren?
Ja, wenn die Ware zusammen ankommen soll. Jede Übernahme wird einzeln dokumentiert, damit die Zuordnung bei Schäden eindeutig bleibt. Bei mehreren Quellen und einem festen Ankunftszeitpunkt planen wir rückwärts von der Empfangszeit und legen die Reihenfolge der Abholungen danach fest.
05Ist eine Direktfahrt günstiger als ein Onboard Kurier?
Auf kurzen Strecken meistens. Über größere Entfernungen kehrt sich das um, weil zwei Fahrer und die Fahrzeit ins Gewicht fallen. Beim Kurier bestehen die Kosten aus Ticket, Zubringer und dem Honorar von AED 900 bis AED 2.600 je Einsatz. Wir stellen beide Rechnungen nebeneinander.
Nennen Sie uns Abholort, Ziel, Gewicht, Maße und die Zeit, zu der geliefert sein muss. Wir rechnen Direktfahrt und Kurierlösung gegeneinander und antworten innerhalb von 15 Minuten mit dem Weg, der früher an der Rampe ist.