Ein Zukaufteil fehlt
Der Lieferant hat geliefert, aber nicht die richtige Menge, oder die Charge ist gesperrt. Das Teil existiert, es steht nur am falschen Ort. Genau dafür ist ein begleiteter Transport gebaut.
Sobald die Linie steht, ändert sich die Rechnung. Personal, Anlagen und Termine laufen weiter, produziert wird nichts. In dieser Lage ist die einzige sinnvolle Frage, welcher Weg das Teil am schnellsten an die Linie bringt.
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Line Down ist der englische Ausdruck für den Stillstand einer Fertigungslinie. Er hat sich in der Automobilindustrie und im Maschinenbau eingebürgert, weil er kurz ist und in Eskalationsmeldungen international verstanden wird. Im deutschen Sprachgebrauch steht daneben Bandstillstand.
Die Ursachen sind selten spektakulär: ein fehlendes Zukaufteil, eine gesperrte Charge, ein defektes Werkzeug, eine fehlende Freigabe, ein Behälterengpass. Was sie gemeinsam haben, ist die Wirkung. Die Linie ist eine getaktete Kette, und eine Lücke in der Kette hält alles an, was dahinter kommt.
Die Kosten entstehen an mehreren Stellen gleichzeitig: Personal, das nicht produzieren kann, Anlagen, die stehen, Nacharbeit beim Wiederanfahren, verschobene Aufträge und im schlimmsten Fall Vertragsstrafen gegenüber dem Abnehmer. Wie hoch diese Summe ist, weiß nur das Werk selbst. Sie liegt bei getakteten Linien regelmäßig weit über den Kosten eines Eiltransports.
Fünf kurze Fragen. Ein Disponent antwortet mit einer benannten Verbindung, der Zustellzeit und einem festen Preis, Tag und Nacht.
Zuerst die Frage, wo das Teil überhaupt existiert: im Lieferwerk, in einem Schwesterwerk, bei einem Händler, im Kundendienstlager. Der Fundort bestimmt die Strecke, und die Strecke bestimmt, ob eine Direktfahrt reicht oder ein Linienflug gebraucht wird.
Dann die Frage nach der belastbaren Ankunftszeit. Vorsichtige Schätzungen helfen einer Task Force nicht. Wir nennen deshalb den konkreten Abflughafen, den nächsten planmäßigen Linienflug, die Landezeit und die realistische Übergabezeit an der Linie. Wenn ein Zeitfenster nicht zu halten ist, sagen wir das sofort und nicht nach zwei Stunden.
Zuletzt die Papiere. Bei einer Ausfuhr entscheidet die Vollständigkeit der Angaben darüber, ob der Kurier den Flug erreicht. Warenbeschreibung, Warennummer, Wert, Empfänger und Lieferklausel klären wir parallel zur Disposition, damit beide Stränge gleichzeitig fertig werden.
Teil, Fundort, Zielwerk, Gewicht, benötigter Zeitpunkt. Fünf Angaben reichen für eine erste belastbare Antwort. Der Desk arbeitet Tag und Nacht.
Sie erhalten Abflughafen, nächsten planmäßigen Flug, Ankunftszeit, Übergabezeit und Festpreis. Damit kann Ihre Task Force entscheiden, statt zu warten.
Der Desk kauft den Sitzplatz und benennt den Kurier. Sie erfahren vor der Abholung, wer kommt, mit Name und Erreichbarkeit.
Der Kurier fährt zur Rampe, sobald das Teil bereitsteht, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Es gibt keinen Umlauf, auf den gewartet werden muss.
An Ausgangszollstelle und Sicherheitskontrolle ist eine Person anwesend, die die Ware erklärt und die Papiere vorlegt. Das verkürzt Prüfungen erheblich.
Nicht am Wareneingang, sondern dort, wo das Teil gebraucht wird, gegen Unterschrift und mit Zeitstempel für Ihre Nachweisführung.
Der Lieferant hat geliefert, aber nicht die richtige Menge, oder die Charge ist gesperrt. Das Teil existiert, es steht nur am falschen Ort. Genau dafür ist ein begleiteter Transport gebaut.
Der Werkzeugeinsatz muss zum Werkzeugmacher und wieder zurück. Beide Wege sind eilig und brauchen dieselbe Sorgfalt bei Verpackung und Papieren, damit die Rückholung nicht am Zoll endet.
Nicht immer fehlt Material. Manchmal fehlt ein geprüftes Muster oder eine unterschriebene Freigabe. Auch Papier hält eine Linie an, und auch Papier reist begleitet, wenn es das Original sein muss.
Ohne Ladungsträger keine Anlieferung, obwohl die Ware fertig ist. Für den Eiltransport wird umgepackt, in Abstimmung mit der Qualitätsstelle und ohne die Schutzverpackung des Bauteils zu beschädigen.
01Wie schnell kann ein Kurier bei uns sein?
Das hängt an der Fahrzeit zwischen dem nächsten Abflughafen und Ihrem Werk und an der nächsten planmäßigen Verbindung. Wir nennen Ihnen beide Zeiten in derselben Antwort, innerhalb von 15 Minuten. Abflüge planen wir ab FRA, MUC, DUS, BER, CGN, STR, HAM, LEJ, HAJ, NUE, BRE, DRS und FDH.
02Was kostet ein Einsatz bei Bandstillstand?
Sie erhalten vor der Zusage einen Festpreis für die konkrete Strecke. Wir arbeiten nicht mit Zuschlägen, die erst auf der Rechnung sichtbar werden. Die Rechengröße auf Ihrer Seite bleibt der Vergleich mit den Kosten je Stillstandsstunde, die nur Ihr Werk kennt.
03Können mehrere Teile gleichzeitig kommen?
Ja, bis 32 Kilogramm je Kurier, je nach Gesellschaft aufgeteilt in Handgepäck und aufgegebenes Stück. Bei größeren Mengen setzen wir mehrere Kuriere ein, gern gestaffelt, damit die erste Teilmenge früher an der Linie ist und die Linie eher wieder anläuft.
04Was passiert, wenn der Flug ausfällt?
Der Desk bucht um, sobald die Störung bekannt ist, und meldet Ihnen die neue Ankunftszeit unaufgefordert. Weil eine Person mit der Sendung reist, kann sie einen anderen Flug nehmen, ohne dass die Ware erst aus einem Frachtsystem gelöst werden muss.
05Können wir eine Bereitschaft für wiederkehrende Fälle vereinbaren?
Ja. Sinnvoll ist, Stammdaten für Ihre häufigen Teile und Strecken zu hinterlegen: Warennummern, Werte, Empfänger, Ansprechpartner. Dann besteht ein nächtlicher Anruf aus zwei Sätzen, und die Antwort kommt innerhalb von 15 Minuten mit allen Zeiten.
Rufen Sie uns an oder schreiben Sie kurz: Teil, Fundort, Zielwerk, Gewicht, benötigter Zeitpunkt. Sie erhalten innerhalb von 15 Minuten Abflughafen, Ankunftszeit, Übergabezeit und Festpreis. Der Kurier holt ab, sobald das Teil bereitsteht, und übergibt es direkt an der Linie.