Bei Gewicht und Volumen
Über der Grenze von 32 Kilogramm je Kurier wird die Begleitung schnell unwirtschaftlich. Paletten, Maschinen und Serienlieferungen gehören in die Luftfracht, ohne Wenn und Aber.
Die Flugzeit steht im Flugplan, alles andere nicht. Zwischen Rampe und Empfänger liegen Abfertigung, Sicherheitsstatus, Annahmeschluss und Verzollung. Genau dort entscheidet sich, ob eine Sendung pünktlich ist. Der Flug ist der planbarste Teil.
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Eine Luftfrachtsendung besteht aus mehreren Abschnitten. Der Vorlauf bringt die Ware vom Versender zum Abfertigungsterminal. Dort wird angenommen, gewogen, gekennzeichnet, sicherheitlich behandelt und für den Flug gebaut. Der Hauptlauf ist der Flug selbst. Am Ziel folgen Abfertigung, Verzollung und der Nachlauf zum Empfänger.
Dokumentiert wird das mit dem Luftfrachtbrief, dem Air Waybill. Er ist Beförderungsdokument und Beleg zugleich, kein Wertpapier. Bei Sendungen über einen Spediteur kommt ein Hausluftfrachtbrief hinzu, weil mehrere Sendungen unter einem Hauptdokument zusammengefasst werden.
Für die Zeitplanung sind zwei Größen entscheidend: der Annahmeschluss am Abflugort und die Verfügbarkeit der Ware nach der Landung. Beide haben mit der Flugzeit nichts zu tun. Eine Sendung kann eine kurze Flugstrecke haben und trotzdem zwei Tage brauchen, weil sie an beiden Enden auf Abfertigung wartet.
Fünf kurze Fragen. Ein Disponent antwortet mit einer benannten Verbindung, der Zustellzeit und einem festen Preis, Tag und Nacht.
Der erste Punkt ist der Annahmeschluss. Wer am späten Nachmittag fertig wird, erreicht ihn oft nicht mehr und wartet auf den nächsten Tag. Ein Onboard Kurier hat dieses Problem nicht, weil er einen Sitzplatz bucht und die Sendung als Gepäck aufgibt oder in der Kabine trägt.
Der zweite Punkt ist die Sicherheitsbehandlung. Nicht jede Ware verträgt jedes Kontrollverfahren, und nicht jede Verpackung passt in jedes Gerät. Bei empfindlichen Baugruppen oder dichten Werkstoffen führt das zu manueller Kontrolle, also zum Öffnen der Verpackung, häufig ohne Anwesenheit des Versenders.
Der dritte Punkt ist die Verfügbarkeit nach der Landung. Zwischen Landung und Abholbereitschaft liegen mehrere Arbeitsschritte, dazu die Einfuhrabfertigung. Wer eine Ankunftszeit mit einer Verfügbarkeit verwechselt, plant an der Realität vorbei. Deshalb nennen wir bei begleiteten Sendungen die Übergabezeit und nicht die Landezeit.
Beides ist Luftverkehr, aber der Weg durch den Flughafen unterscheidet sich vollständig.
| Schritt | Luftfracht | Onboard Kurier |
|---|---|---|
| Übergabe der Ware | Am Frachtterminal bis zum Annahmeschluss | Am Werktor, sobald die Ware fertig ist |
| Sicherheitsbehandlung | Kontrolle der Fracht, teils ohne Versender | Passagierkontrolle mit anwesendem Kurier |
| Im Flugzeug | Im Frachtraum als Frachteinheit | Als Handgepäck oder aufgegebenes Gepäck |
| Nach der Landung | Entladung, Lager, Verfügbarkeitsmeldung | Der Kurier verlässt das Terminal mit der Sendung |
| Letzter Abschnitt | Nachlauf durch einen Spediteur | Direkte Übergabe gegen Unterschrift |
| Bei Rückfragen | Sendung liegt bis zur Klärung | Anwesende Person zeigt Ware und Papiere |
Wir empfehlen den Frachtweg immer dann, wenn er das Ziel erreicht, auch wenn wir daran nichts verdienen.
Über der Grenze von 32 Kilogramm je Kurier wird die Begleitung schnell unwirtschaftlich. Paletten, Maschinen und Serienlieferungen gehören in die Luftfracht, ohne Wenn und Aber.
Vieles, was als Fracht mit Gefahrgutabfertigung zulässig ist, darf nicht als Reisegepäck mitgeführt werden. Dann ist der Frachtweg der einzige zulässige, nicht der zweitbeste. Wir sagen das auch dann, wenn Sie eine schnellere Antwort hören wollten.
Wenn zwischen Fertigstellung und Bedarf mehrere Tage liegen, spielt der Annahmeschluss keine Rolle. Der Preisunterschied ist dann das entscheidende Argument. Der Frachtweg gewinnt, und wir empfehlen ihn ohne Umschweife.
Kritische Erstmenge begleitet, Rest als Fracht. Diese Aufteilung hält den Termin und die Kosten zugleich und wird mit Ihrer Disposition abgestimmt. Für beide Teile nennen wir Ihnen die Zeiten, damit die Planung im Werk stimmt.
01Ist Luftfracht nicht immer günstiger?
Pro Kilogramm ja, pro Sendung oft nicht, wenn Vorlauf, Abfertigung, Nachlauf und Wartezeit dazukommen. Bei einer einzelnen kleinen Sendung mit engem Termin liegen die Wege näher beieinander, als der reine Kilopreis vermuten lässt. Wir rechnen Ihnen beides auf, wenn Sie fragen.
02Warum ist der Kurier oft schneller, obwohl beide fliegen?
Weil der Flug nicht der Engpass ist. Der Kurier umgeht Annahmeschluss, Frachtabfertigung, Lagerung und Verfügbarkeitsmeldung. Er geht durch die Passagierkontrolle und verlässt das Zielterminal mit der Sendung in der Hand, statt auf eine Freigabe zu warten.
03Können wir Luftfracht und Kurier kombinieren?
Ja, und das ist häufig die günstigste Lösung. Die Menge, die sofort gebraucht wird, reist begleitet, der Rest geht als Fracht nach. Wir stimmen die Aufteilung mit Ihnen ab und nennen für beide Teile die Zeiten, damit Ihre Planung stimmt.
04Was ist mit sehr wertvollen Sendungen?
Im Frachtweg gibt es dafür besondere Produkte mit erhöhter Sicherung. Bei begleiteten Sendungen liegt der Schutz in der Anwesenheit einer Person und in der lückenlosen Obhutskette. Zur Haftung sprechen wir Sie vorher an, weil die gesetzliche Grenze gewichtsbezogen ist.
05Wer bucht die Luftfracht, wenn wir uns dafür entscheiden?
In der Regel Ihr Spediteur, weil er Verträge und Kapazitäten hat. Wir sagen Ihnen offen, wenn ein Frachtweg Ihr Zeitfenster hält, damit Sie nicht für Begleitung bezahlen, die keinen Vorteil bringt. Das ist die Grundlage einer Zusammenarbeit über mehrere Aufträge.
Nennen Sie uns Ware, Gewicht, Maße, Abholort, Ziel und Termin. Sie erhalten innerhalb von 15 Minuten eine Antwort mit Abflughafen, Ankunftszeit, Übergabezeit und Festpreis für den begleiteten Transport, dazu eine klare Aussage, ob ein Frachtweg denselben Termin schafft.