Der Flug ist der planbarste Teil der Kette und selten der kritische. Kritisch sind die Übergänge davor und danach. Vor dem Abflug entscheidet der Annahmeschluss, ob die Sendung überhaupt mitkommt. Nach der Landung entscheidet die Abfertigung, wann die Ware für den Zoll bereitsteht und wann der Empfänger sie in den Händen hält.
Bei unbegleiteter Fracht liegen zwischen Landung und Freistellung mehrere Schritte: Entladen, Transport zum Terminal, Aufbrechen der Ladeeinheit, Erfassung, Bereitstellung, Zollanmeldung, Freigabe, Abholung, Zustellung. Jeder dieser Schritte hat Öffnungszeiten und Warteschlangen. Am Wochenende und in der Nacht ruhen viele davon, unabhängig davon, ob das Flugzeug pünktlich war.
Bei einer begleiteten Sendung entfallen diese Schritte weitgehend. Der Kurier nimmt die Ware nach der Landung vom Gepäckband oder trägt sie in der Kabine, meldet sie beim Zoll an und verlässt das Terminal. Von dort geht es direkt zum Empfänger. Die Zeit zwischen Landung und Übergabe ist damit im Wesentlichen Fahrzeit, nicht Prozesszeit.
Für die Rückwärtsrechnung heißt das: Fragen Sie nicht nach der Ankunftszeit des Flugzeugs, sondern nach der Uhrzeit, zu der die Ware an der Linie liegt. Wir nennen diese Uhrzeit in jedem Angebot und sagen dazu, welche Annahme dahintersteht. Wenn eine Zollstelle am Ziel nachts geschlossen ist, steht das ebenfalls im Angebot.